"Die Maulwürfe" - Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in Neuötting e.V.
"Die Maulwürfe" - Verein zur Förderung             von Kunst und Kultur in Neuötting e.V.

 

 

Das Schriftbild in den einzelnen Seiten ist auf die Darstellung an einem PC ausgerichtet. Bei kleinen Geräten (z.B. Smartphones) kann deshalb ein Verrücken einzelner Zeilen nicht ausgeschlossen werden. Ich bitte um Ihr Verständnis. Die Angabe von Daten bei Personen (bei Rubriken "Personen" und "Potpourri") erfolgt stichwortmäßig. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte einschlägigen Medien. W.D.

 

 

 

 

 

THEMEN auf dieser Seite

 

 

Name des Vereins

 

Kunst und ihre Bereiche

 

Was bedeutet Kultur?

 

Kulturhauptstädte Europas

 

Das neue Sachbuch

 

Begriffe

 

Ereignisse

 

Theater (Faszination)

 

Kino (Faszination, aktuelle Filme, Archiv)

 

 

 

 

 

 

 

                      N a m e  d e s  V e r e i n s

 

 

Warum erhielt unser Verein den Namen "Die Maulwürfe"?. Diese Frage stellt sich, wenn jemand vom Verein Kenntnis erlangt. Auskunft hierzu gibt ein Exkurs, den Frau Elisabeth Turba-Bernhardt anlässlich des 1-jäh-

rigen Bestehens des Vereins Ende Mai 1990 erstellt hat. Diesen Exkurs möchten wir hier wörtlich wiederge-

ben:

 

"Manch einer mag sich wundern, wie die geschätzten Maulwürfe, Mitglieder des hiesigen Vereins für Kunst und Kultur,  wohl an Ihren Namen geraten sind. Es sei mir als nahestehendem Betrachter gegönnt, diese Frage zu beleuchten und einige Gedanken über jene bemerkenswerten Tiere anzustellen.



"Maul" leitet sich vom mittelhochdeutschen "Molt", das heißt Erde, ab. Es handelt sich folglich um Erdwer-

fer. Auch die Jubilare sind ja ihrer Neuöttinger Erde verbunden und trachten danach, sie durch ihre An-

strengungen ein wenig aufzulockern.

 

Die rattengroßen Tiere mit dem plumpen, bodennahen Rumpf sind in Europa, Nordamerika und Asien be-

heimatet, also international wie das Programm der menschlichen Namensvettern, das Beiträge aus Ruß-

land, Spanien, München und Niederbayern enthielt. Durch ihre gefälligen Bauwerke bereichern die Maul-

würfe die Infrastruktur der ländlichen Regionen, vergleichbar den Denkmälern, welche die gleichnamigen Organisatoren mit kulturellen Höhepunkten in der hiesigen Kunstlandschaft errichten.

 

Maulwürfe verspeisen mit Vorliebe Insekten, wobei hier im regionalen Feinschmeckerressort noch eine Lücke zu schließen wäre, und graben, bewegen sich, orten mittels ihrer schaufelartigen Vordergliedmaßen, was auf ihr einnehmendes Wesen hinweist. Sie bewohnen kugelförmige Höhlen. Dies mag bei oberflächli-

cher Betrachtung wenig zweckmäßig erscheinen, wie auch die Räumlichkeiten Neuöttings, wo sich Kunst entfalten soll, auf den ersten Blick ungeeignet erscheinen.

 

Der Kontrast jedoch verstärkt die Wirkung. Man vergegenwärtige sich nur den immensen Eindruck, den eine mongolische Jazzvirtuosin mit einer aufs Haupt geschmiedeten Schallplatte den einheimischen Resi-

duen eines örtlichen Gasthaussaales hinterließ.

 

Die Blindheit allerdings dürfen wir nicht als gemeinsames Merkmal der tierischen und menschlichen Maulwürfe ansehen, wenn man davon absieht, daß letztere mit blinder Sicherheit die richtige Wahl der Kunstgenüsse treffen.

 

Eine letzte und wesentliche Gemeinsamkeit sei keinesfalls vergessen - jegliche Maulwürfe halten keinen Winterschlaf und ihre emsige Tätigkeit wird unsere kalten Monate beleben."

soweit Frau Turba-Bernhardt.

 

 

Zusammenfassend kann man also sagen, daß entsprechend den Verhaltensweisen und Eigenschaften der tierischen Namensgeber der Verein "Die Maulwürfe"

 

heimatverbunden, aber auch

weltoffen und international ist (was z.B. ihr Programm betrifft),

immer bestrebt ist, abwechslungsreiche und hochwertige Kunst-

und Kulturveranstaltungen (soweit im finanziellen Rahmen und

räumlich geeignet) zu ermöglichen,

ein einnehmendes Wesen hat und außerdem bestrebt ist,

Kunst und Kultur der Bevölkerung jederzeit zu vermitteln (sei es

in Form von Veranstaltungen oder durch Informationen mittels 

der Homepage).

 

Der Verein wird sich weiterhin bemühen, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. 



P.S.: Ich möchte noch darauf hinweisen, dass sich zahlreiche Vereine in Deutschland die Bezeichnung "Maulwürfe" als Namensgeber für ihren Vereinsnamen gewählt haben.

 

 

 

 

 



                                     K u n s t

                        Welche Kunstgattungen gibt es?

 

Sieht man sich die einschlägige Literatur an, so kann heute von folgenden Bereichen, in denen künstleri-

sches Wirken erfolgt, ausgegangen werden:

 

 

  Bildende Kunst    

Malerei, Grafik, Bildhauerei, Architektur, Kunsthandwerk, Fotografie

   
             
  Musik          
             
  Literatur          
             
  Darstellende Kunst     Schauspielkunst (Theater, Film, Hörspiel); Tanz, Kleinkunst    
             
  Oper    

bestehend aus den Elementen, darstellende Kunst - Schauspielerei-, 

Bildende Kunst -Bühnenbild- und Literatur (Libretto)

   
             
             

Möglich ist meiner Meinung nach auch folgende Einteilung:

 

 

 

Baukunst Architektur
   
Bildende Kunst Malerei, Zeichnen, Holzschnitzerei
   
Grafik Druck und Druckverfahren, Handbuchbinderei
   
Darstellende Kunst Theater, Film (Kino, TV)
   
Musik Klassik, populäre Unterhaltungsmusik ab dem 20. Jahrhundert
   
Kunsthandwerk Handarbeiten (sticken, nähen, stricken, häkeln, klöppeln)
   
Sonstiges Handwerk weben, töpfern, Glasmalerei
   

                                                                                   

 

Das Kunstgewerbe bezeichnet man auch oft als angewandte Kunst. Ob die Medien Fernsehen und Internet als eigene Kunstformen zu bewerten sind, ist schwierig. Sind sie eigene Kunstformen oder sind sie lediglich Plattform zur Vermittlung anderer Kunstbereiche (z.B. durch Ausstrahlung von Spielfilmen)?

 

 

 

 

 

 



                  K U L T U R ?  K U L T U R !

 

Unser Verein heißt "Verein zur Förderung von Kunst und Kultur". Interessant ist, was alles mit dem Begriff "Kultur" in Verbindung gebracht werden kann. Ich habe mal die wichtigsten Begriffe, die im Duden stehen,

zusammengetragen, sortiert und geordnet. Es finden sich Begriffe wie z.B. Kulturstrick, Kulturmorphologie oder Kulturalverfahren. Erklärungen hierzu folgen nach den beiden Schaubildern. W.D.

 

KULTUR+_SEITE+1_.pdf
PDF-Dokument [4.2 MB]
KULTUR+_SEITE+2_.pdf
PDF-Dokument [1.3 MB]

 

Einige Erklärungen zu den Begriffen in den Schautafeln:

 

Kulturbegriffe.pdf
PDF-Dokument [49.5 KB]

 

Allgemein gesprochen, handelt es sich bei Kultur um alles, was der Mensch gestaltend hervorbringt. Daß die einzelnen Länder und Völker verschiedene Kulturen haben, wird meines Achtens in folgenden Berei-chen sichtbar, in denen eigenständiges kulturelles Gestalten und Verständnis Verwendung findet:

Werte, Erziehung, Brauchtum, Gastronomie, Entertainment, Freizeitverhalten, Leistungssport, Kunst und Religion.

 

 

 

 

 

        K u l t u r h a u p s t ä d t e  E u r o p a s 

 

 

 

 

 

Das Europäische Parlament und der Europäische Rat beschlossen im Jahr 1985, jährlich 2 europäische Städte "Kulturhauptstädte Europas" zu nennen. Ziel ist es, der Bevölkerung diese Städte hinsichtlich ihrer Kultur näherzubringen. Folgende deutschsprachige Städte bzw. Regionen wurden bisher mit dem Titel Kulturhauptstadt Europas versehen: West Berlin (1988), Weimar (1999), Graz (2003), Linz (2009) und Essen (Ruhrgebiet, 2010). Für das Jahr 2017 wurden Aarhus (Dänemark) und Paphos (Zypern) als Kultur-

hauptstädte festgelegt. 2017 wurden die beiden Städte Paphos auf Zypern und Aarhus in Dänemark zu Kul-

turhauptstädten Europas bestimmt.

 

 

Denkt man an Zypern, so weiß man, dass es sich um eine Insel im Mittelmeer handelt, vorgelagert dem Sü-

den der Türkei und westlich von Syrien. Seit Mitte der 70er Jahre ist die Insel praktisch geteilt: Der Westen und Süden wird von der griechischsprachigen Bevölkerung bewohnt und gehört als Republik Zypern zu Griechenland, der Norden bzw. Nordosten von der türkischsprachigen und steht als Türkische Republik Nordzypern unter der Kontrolle der Türkei.

 

Paphos liegt an der Westküste und hat eine lange Geschichte. Ihre Gründung wird von Mythen getragen und liegt weit vor Christi Geburt. Zahlreiche bedeutende Museen dokumentieren die Geschichtsträchtigkeit der Stadt. Hierzu zählen das Haus des Dionysos mit sehr schönen Mosaiken, die Katakomben von St. Solomon, das Steni Museum über dörfliches Landleben, das kleine ethnografische Museum, das Byzantine Museum mit seinen Ikonen, das Heimatkundemuseum Geroskipou Folk Art und das Museum Grivas Monument and Museum, das Aufschluss gibt über den Freiheitskampf der Insel seit Ende der 50er Jahre.

 

Hinzu kommen in Paphos und Umgebung mehrere Kirchen und Klöster wie etwa die Kirche von Agia Kyriaki and Post St. Paul, Chrysorrogiatissa, St. Georgios, Agioi Anargyroi, Panagia Theoskepasti, Panagia Chryse-leoussa und die Klöster Agios Neophytos, Agia Moni Monastery und Gialia Monastery.

 

Wie es sich für eine Küstenstadt gehört, weist Paphos natürlich einen Hafen auf und entsprechende mehrere Strände. Hierzu gehört aber nicht nur der Spaziergang entlang der Promenade hin zum Fort, sondern auch Bootstouren und der Besuch der Meereshöhlen.

 

An Freizeitaktivitäten bieten sich an: der Besuch der Brauerei Aphrodite`s Rock, der Aphrodite Waterpark, Touren mit dem Einpersonen-Fortbewegungsmittel Segway und für Tierliebhaber der Zoo, die Schildkröten Schutzstelle Lary Bay oder Pferdereiten auf der Eagle Mountain Ranch.

 

Von der Qualität griechischen Weins, die schon Udo Jürgens besungen hat, kann man sich in einer der vie-

len Weinhandlungen überzeugen. Zum Einkaufen laden auch die Kings Avenue Mall ein genauso wie Ge-

schenk- und Spezialgeschäfte.

 

(Bild: Byzantine Museum)

 

 

Es wird Zeit, dass wir uns mit Aarhus beschäftigen, ebenfalls eine Küstenstadt. An der Ostsee gelegen, bietet auch diese Stadt eine Menge Sehenswürdigkeiten. Aarhus zählt zu den ältesten Besiedlungen in Nordeuropa.

Nach jüngsten Erkenntnissen wurde sie bereits 770 von den Wikingern gegründet.

 

Die zahlreichen Museen nehmen auch aus diesem Grund einen hohen Stellenwert ein. Mit den Wikingern beschäftigen sich das kleine Vikingemuseet und das Moesgaard Museum mit ethnografischen Ausstellungen und einem Freilichtmuseum mit nachgebauten Wikingerhäusern. Zu den beliebtesten Museen zählt Den Gamle By (Old Town), ein Freilichtmuseum, das städtische Kultur und Geschichte veranschaulicht. Mit Kunst beschäftigen sich das ARoS Aarhus Kunstmuseum, das Museum Ovartaci und die Kunsthal Aarhus. Die Natur kommt im Botanical Garden and the Greenhouses und im Naturhistorisk Museum nicht zu kurz.

Aber es gibt auch interessante Spezialmuseen wie das Besaettelsesmuseet, das sich mit der Geschichte der Stadt während der Besatzung durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg auseinandersetzt, das Women`s Museum in Denmark, das die Entwicklung von Frau und Familie zeigt, und das Steno-Museum, das dem sog. Vater der Geologie, Nicolaus Steno, gewidmet ist.

 

Zum Promenieren und Spazierengehen laden z.B. die Parks Marselisborg Deer Park bzw. Mindepark, der Egaa Engsø und der Moesgaard Strand bzw. Forrest ein. Hinzu kommen die Stadtviertel Vadestedet, Lille Torv und Stroeget, der Platz Bispetorv und das Latin Quarter Aboulevarden. Oder man schließt sich, um die Stadt besser kennen zu lernen, der Aarhus Free Walking Tours an. Man kommt auch an einer der vielen Mo-

numente und Statuen vorbei, so etwa der Bernhard Jensen Skulptur in Erinnerung an einen erfolgreichen dänischen Kanuten, und an die Agnete og Havmanden in Würdigung einer skandinavischen Ballade. Eine großartige Aussicht genießt man im Turm Landemaerket im Hafen.

 

Wie in jeder Stadt gibt es auch sehenswerte Kirchen. Die For frue Kirke, die Aarhus Domkirke, die Brabrand Kirke, die Risskov Kirke, die Skodstrup Kirke und die Helligaandskirken, nur um einige zu nenen, legen Zeugnis davon ab. Dazu kommen beeindruckende Gebäude wie das alte Zollhous Toldboden, das Ridehuset, in dem während des Jahres verschiedene Veranstaltungen wie etwa ein Weichnachtsmarkt abgehalten werden, und die Aarhus Universitet.

 

Die größte skandinavische Bibliothek beherbergt das Dokk1. Im Øst for Paradis treffen sich Fans von Pro-

grammkinofilmen.  Zu den wichtigsten Orten für Kunstbeflissene zählen das Aarhus Theatre und das Musik-

huset Aarhus.

Einkaufen kann man natürlich in der zweitgrößten Stadt Dänemarks auch ganz gut. Erwähnen möchte ich den Salling Department Store, das Café und Shop Soestrene Grene, den Basar Bazar Vest, das Schmuckge-

schäft AMOKsmykker oder das Designgeschäft Designertorvet. Aber das ist nur eine kleine Auswahl vieler spezieller Läden.

 

Aus der Stadt in Mitteljütland stammen der Handballspieler Jesper Jensen, der Schachspieler Lars Schan-

dorff, der Comiczeichner Peter Madsen, der Informatiker Bjaerne Stroustrup, Schlager- und Jazzsängerin Gitte Haenning und der Sprachwissenschaftler Karl Verner.

 

Die Grafik zeigt das Dokk1, Bibliothek und Kulturzentrum in Aarhus (dokk1.dk).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                   D a s  n e u e  S a c h b u c h

 

 

Jedes Jahr erscheinen mehrere Tausend neue Sachbücher und Belletristika. Natürlich können nicht alle besprochen oder aufgelistet werden. Die Qualität der Publikationen ist auch unterschiedlich. Aber bei manchen lohnt es sich, einen genauen Blick darauf zu werfen.

 

 

 

Titel Autor Thema Verlag
       
       
       
       
       
       

                                 B e g r i f f (e)

 

 

Oftmals hört man in den Medien oder sonst im Alltag von einem Artikel, einem Teil der Natur oder von Ab-

straktem, dessen Bedeutung oder Eigenschaft einem nicht geläufig ist. Unter dieser Rubrik werde ich diese näher erläutern.                                                                                     

 

 

 

 

 

 

 

 

                              E r e i g n i s (s e)

 

 

An  dieser Stelle werden bedeutende Ereignisse (z.B. Feste, kirchliche Feiertage, Brauchtum, Jubiläen usw.) bei Bedarf näher erläutert.

 

 

 

                                     16. - 30. November

 

 

     
     
Tag   Ereignis
     
17. November 1842  

An diesem Tag erfand der englische Astronom John Herschel das fotografische Blaudruckverfahren, genannt Cyanotypie (Beispiel s.o.)

     
22. November 1817  

Die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft wurde gegründet. Be-nannt ist diese Institution nach dem Frankfurter Naturforscher und Arzt Jo-hann Christian Senckenberg. Mehrere Forschungsinstitute haben sich zur sog. Leibniz-Gemeinschaft zusammengeschlossen. Dazu gehört auch die Sencken-berg Gesellschaft, die auf dem Gebiet von Biowissenschaften und Geowissen-schaften Forschungen betreibt.

 

Gemäß § 2 Nr. 2 der Satzung sind Zwecke der Gesellschaft wissenschaftliche Forschung und Bildung. Aufgaben sind insbesondere:

Naturforschung zu betreiben,

Sammlungen als „Archive der Natur“ zu pflegen, zu entwickeln und der Wis-

senschaft als Forschungsinfrastruktur zur Verfügung zu stellen,

die Forschungsergebnisse der Allgemeinheit durch Museen und Sonderaus-stellungen, durch Vorträge, geeignete Veranstaltungen und Publikationen zu-gänglich zu machen sowie

wissenschaftlichen und museumstechnischen Nachwuchs auszubilden

     
     
     
     
     
     

                                   T h e a t e r

 

Worin liegt eigentlich die Faszination von Theater? Hier sind einige eventuelle Gründe:

 

 

Im Gegensatz zum Film erlebt man eine "Live" - Aufführung.

 

Man hat reichlich Gesprächsstoff hinterher (eventuell über Werktreue, Kostüme, Schauspieler, Bühnenbild usw.).

 

Ein Gemeinschaftserlebnis mit vielen Gleichgesinnten ist immer was Besonderes.

 

Weil Aufführungen verschiedene Atmosphären vermitteln: Bei Kälte und Hitze in einem historischen Saal, bei Wärme an historischer Stätte (z.B. Burg) bei einer Freiluftaufführung.

 

Weil man sich immer wieder mal gern in Schale wirft.

 

Weil jede Aufführung beim Betrachter Gefühle auslöst: Heiterkeit, Schmunzeln, Nachdenklichkeit

 

Weil es so viele Arten von Theater gibt (Sprech-, Musik-, Tanz-, Figuren-, Improvisations-) und man sich deshalb die Art der Unterhaltung aussuchen kann.

 

 

 

 

 

                                       K i n o

 

Warum soll man eigentlich ins Kino gehen? Hier sind einige eventuelle Motive:

 

 

Man muss nicht an einem Türsteher vorbei, der entscheidet, wen er einläßt, da er vorgibt, dass es sich um eine "exklusive" Veranstaltung (z.B. Geburtstagsfeier oder Club-Veranstaltung mit Mitgliedsausweis) han-dele, was nicht der Fall ist (und der damit gegen das Grundrecht der Freizügigkeit verstößt). 

 

Die Leinwand ist viel größer als der Bildschirm zuhause und ermöglicht deshalb Sehgenuss auch in den Details.

 

Der Hauptfilm wird nicht durch Werbung unterbrochen.

 

Der Nachspann, der z.B Aufschluss über Besetzung und Soundtrack gibt, wird in voller Länge gezeigt.

 

Man muss sich für den Kinobesuch nicht in Schale werfen. 

 

 

 

 

 

        Ausgewählte Filme, die im November anlaufen                    und vom Fachjournalismus überwiegend                                    positive Kritiken erhalten haben

 

 

The Big Sick (Komödie/Drama/Liebesfilm, 119 Min.)

Der Film beruht auf wahren Geschehnissen. Der Pakistani Kumail Nanjiani wandert Mitte der 90er Jahre nach den USA aus und versucht sich dort als Stand-up-Comedian. Außerdem will er nicht die von den Eltern arrangierte Braut ehelichen. Er verliebt sich stattdessen in die Amerikanerin Emily V. Gordon, was er seinen Eltern verheimlicht. Emily versucht, sich mit den alten Bräuchen und Sitten ihres Freundes auseinanderzu-setzen. Sie ist aber schließlich die Geheimnistuerei leid und will sich von Kumail trennen. Bevor es aber dazu kommt, wird sie schwer krank und fällt in ein Koma.......

Kumail Nanjiani wird im Film von ihm selbst gespielt. Die Rolle von Emily verkörpert Zoe Kazan.  Kumail und Emily schrieben auch das Drehbuch für einen Film, der bei Filmfestivals bereits Nominierungen und Auszeichnungen erhalten hat.

 

 

Casting (Drama, 91 Min.)

Unter Casting versteht man heutzutage gemeinhin das Vorsprechen von Personen, die sich für eine Rolle in einem Film oder Gesangspart bewerben. Eine Jury bzw. eine einzelne Person (z.B. ein Regisseur) entschei-det, welche Person die Rolle erhält. Der erfolglose Schauspieler Gerwin fungiert bei einem Casting als Part-ner von Schauspielerinnen, die sich für eine Rolle in einer Neuverfilmung von Fassbinders "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" bewerben. Da ihm seine Tätigkeit Spass macht, will er schließlich selbst als Dar-steller im Film mitwirken....

 

 

Flitzer (Komödie/Sportfilm, 98 Min.)

Man kennt sie ab etwa der Mitte der 70er Jahre und verstärkt ab den 90er Jahren: sog. Flitzer. Es handelt sich hierbei um Personen, die völlig nackt durch die Gegend rennen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Insbesondere sportliche Großereignisse wie z.B. Fußballspiele werden von diesen Personen als Büh-

ne ihrer Aktivität gewählt. Im Film "Flitzer" des schweizerischen Regisseurs Peter Luisi wird daraus prak-

tisch eine Tugend gemacht. Ein Lehrer, der fast pleite ist und deshalb unbedingt Geld braucht, bildet Perso-

nen zu Flitzern aus, um mit ihnen Sportwetten zu gewinnen. Der zur Kunstform erhobene Exhibitionismus wirft auch erhebliche Wettgewinne ab. Wäre da nicht eine Polizistin, die die Ermittlung aufgenommen hat...

Den Lehrer spielt der Kabarettist Beat Schlatter aus Zürich.

Dass das Outfit oftmals Grundlage für die Beurteilung einer Person dient, bewies bereits  die Novelle "Klei-der machen Leute" des Schweizer Dichters Gottfried Keller. Ironisch zeigt der Streifen, dass das auch ohne Bekleidung geht.....

 

 

Ghostland - Reise ins Land der Geister (Komödie/Drama/Dokumentation, 85 Min.)

Filmemacher Simon Stadler erhielt für diesen Film den Hessischen Filmpreis 2016 für den besten Dokumen-tarfilm. Er beschreibt das Aufeinandertreffen der Ju`Hoansi, einem ethnischen Stamm in Namibia, mit der westlichen Zivilisation. Der Kulturclash kam deshalb zustande, weil dem Stamm in ihrer Heimat die Lebens-grundlage entzogen wurde, sodass sich die Ju`Hoansi entschieden, Südwestafrika zu verlassen. Sie reisten durch die Kalahari bis nach Europa. Angeregt zum Film wurde Stadler durch den Film "Die Götter müssen verrückt sein" aus dem Jahr 1980.

 

 

Good time (Kriminalfilm/Drama/Action/Thriller, 101 Min.)

Regie führten bei diesem Film die Brüder Benny und Josh Sefdie. Während Josh zusammen mit Ronald Bronstein auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, spielt Benny im Film auch als Darsteller mit. Er verkörpert Nick Nikas, der zusammen mit seinem Bruder Connie (Robert Pattinson) einen Raubüberfall be-geht. Nick wird auf der Flucht gefasst. Connie will ihn aus dem Gefängnis holen, braucht dazu aber eine Kau-tion von 10 000 Dollar. Das geraubte Geld kann er aufgrund einer Färbung nicht verwenden. Woher soll er also das Geld nehmen?

Nominierungen für Preise hat der Film bereits bekommen, u.a. die Sefdie Brüder und Robert Pattinson. Da-niel Lopatin bekam den Soundtrack Award als bester Filmkomponist in Cannes.

 

 

Human flow (Dokumentarfilm, 140 Min.)

Wanderungsbewegungen gab es zu allen Zeiten der Menschheit. Gründe hierfür gibt es viele: Natur- und Umwelt bzw. Gesellschaft (Katastrophen bzw. Klimawandel), Politik (Kriege) bzw. Politik/Wirtschaft (Ver-änderung der wirtschaftlichen Lebensgrundlage). Der Film geht auf viele Einzelschicksale ein und zeigt auch Bilder von Flüchtlingslagern. Inszeniert hat den Film der chinesische Künstler Al Weiwei.

 

 

Jetzt.Nicht (Drama, 88 Min.)

Zu den wichtigsten Bausteinen in der Lebensführung des Einzelnen zählt natürlich ein Beruf, der einem Spass macht und der mit angemessenem Einkommen versehen ist. Fällt dieser weg, kann dies zu einer Iden-ditätskrise führen. Der Marketingfachmann eines Kosmetikherstellers erhält eines Tages die Kündigung.

Auch privat gibt es Streit und er wählt die Flucht als Ausweg aus seiner schwierigen Situation. Eine neue Chance bietet sich ihm schließlich, als er die Identität eines anderen Mannes annimmt.......

Godehard Giese spielt den Hauptdarsteller Walter. Ihn sah man zuletzt im TV-Dreiteiler "Das Verschwin-den" des Altöttinger Regisseurs Hans-Christian Schmid.

 

 

Lady Macbeth (Drama, 89 Min.)

Auch dieser Film erhielt bereits mehrere Auszeichnungen und Nominierungen bei diversen Filmfestivals. Bei Lady Macbeth handelt es sich bekanntermaßen um eine Figur in der Tragödie Macbeth von William Shakespeare. Doch sie stand hier nicht Pate für das Drama von Theaterregisseur William Oldroyd. Dem Kostümfilm, der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zeitalter von Königin Viktoria in England spielt, liegt die Erzählung "Die Lady Macbeth von Mzensk", nach der auch eine Oper von Schostakowitsch entstand, des russischen Schriftstellers Nikolai Leskow zugrunde. Der Film handelt von der unglücklichen Ehe der jungen Katherine mit ihrem Mann Alexander. Er bürdet ihr einen Hausarrest auf. Doch sie reißt aus und lernt einen jungen Arbeiter auf dem Anwesen ihres Mannes kennen............

 

 

Machines (Dokumentarfilm, 71 Min.)

In diesem Film führt der Regisseur Rahul Jain dem Zuschauer die unmenschlichen Bedingungen vor Augen, unter denen die Arbeiter in einer Textilfabrik in einem westlichen Bundesstaat Indiens ihre Tätigkeit ver-richten müssen. Mit der Textilbranche kennt sich Jain bestens aus, ist er doch selbst gelernter Textilde-

signer.

 

 

Mord im Orient-Express (Kriminalfilm/Drama, 114 Min.)

1934 erschien der Kriminalroman "Mord im Orient-Express" der englischen Schriftstellerin Agatha Christie. Darin werden die Ermittlungen des belgischen Detektivs Hercule Poirot geschildert, der einen Mord in ge-nanntem Zug aufklären will. Der Stoff wurde bereits mehrmals verfilmt, erstmals 1974 mit Albert Finney als Poirot. Im neuen Film führt der nordirische Schauspieler und Regisseur Kenneth Branagh nicht nur Regie; er verkörpert auch Hercule Poirot.

 

 

Patti Cake$ (Drama/Musikfilm, 109 Min.)

Der Film handelt von der jungen Patti, die sich als Gangster-Rapperin etablieren möchte. Dazu tritt sie in Einkaufszentren, Striplokalen und Bars auf. Das Geld benötigt sie auch, um Mutter und Oma, die beide krank sind, versorgen zu können.

Hervorgehoben wird von den Kritikern vor allem die Leistung der Hauptdarstellerin Danielle Macdonald in einem Film, der bereits mehrere Preise und Nominierungen erhalten hat.

 

 

Professor Marston and the Wonder Woman (Biografie/Drama, 108 Min.)

Der amerikanische Psychologe und Comic-Autor William Moulton Marston konstruierte mit seiner Frau nicht nur eine frühe Form des Polygraphen (Lügendetektor), sondern er schuf 1941 auch mit ihr eine Art weibliches Pendant zum Superman, nämlich die "Wonder Woman". Somit handelt es sich um eine weitere Verfilmung zur Comicsfigur, nach dem Film "Wonder Woman" (siehe Filmarchiv 2017).

 

 

Rakete Perelman (Komödie/Drama, 108 Min.)

Unter einer Künstlerkolonie versteht man eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft von Künstlern. Ihr Haupt-augenmerk gilt natürlich der Kunst und sie wollen ihr Leben möglichst ohne gesellschaftliche Zwänge ge-stalten. Die einzelne Mitglieder haben allerdings meist auch unterschiedliche sonstige Interessen. Im Film steigt die Mitzwanzigern Jen aus der Modebranche aus und tauscht das hektische Großstadtleben mit dem beschaulichen in einer Künstlerkolonie im ländlichen Brandenburg. Sie erhält die Hauptrolle in einer Thea-teraufführung. Bei der Vorbereitung zu dem Stück entstehen innerhalb der Gruppe Spannungen.....

Oliver Alaluukas inszenierte den Film, in den letzten Jahren bereits mit Nominierungen für seine Filme be-dacht. Und Hauptdarstellerin Liv Lisa Fries ist auch keine Unbekannte. Ihr Debüt gab sie vor zehn Jahren in einem "Schimanski" - Film an der Seite von Götz George. Seitdem erhielt sie mehrere Nominierungen und Preise, u.a. für das Sozialdrama "Und morgen Mittag bin ich tot.", das Sterbehilfe bzw. Suizid zum Thema hat.

 

 

Simpel (Komödie/Drama, 113 Min.)

Die Geschichte handelt vom Brüderpaar Ben und Barnabas. Da deren Mutter stirbt, soll deshalb der geistig behinderte Barnabas, genannt Simpel, in ein Heim kommen. Doch beiden ist das gar nicht recht, sind sie doch seit jeher ein Herz und eine Seele. Stattdessen machen sie sich auf die Suche nach ihrem Vater, den sie seit 15 Jahren nicht mehr gesehen haben......

Der Münchner Filmemacher Markus Goller, der bereits ausgezeichnete Filme präsentiert hat (z.B. "Frau Ella" und "Friendship!"), hat einen berührenden Film gemacht, der einen großen Anklang bei den Rezen-senten fand. So bezeichnete ein Kritiker den Film als liebevollsten der Saison. Die gleichnamige Vorlage zum Film stammt von der französischen Schriftstellerin Marie-Aude Murail aus dem Jahr 2004.

 

 

Die Welt sehen (Drama, 102 Min.)

Der Film stellt die Frage, ob man schreckliche Geschehnisse, die man als Soldat in einem Krisengebiet erlebt hat, so ohne weiteres verarbeiten oder verdrängen kann. Hilft es, wenn man Soldaten zur Entspannung in einem 5 Sterne Hotel unterbringt? Die beiden Soldatinnen Marine und Aurore, die in Afghanistan gedient haben, landen auf dem Nachhauseweg in einem solchen Nobelgebäude auf Zypern. Wie wird es ihnen erge-

hen?

In Szene gesetzt wurde der Film vom französischen Geschwisterpaar Delphine und Muriel Coulin, die bereits letztes Jahr in Cannes für ihren Film "The Stopover" den Preis für das beste Drehbuch erhalten haben.

 

 

 

Filmarchiv 2017.pdf
PDF-Dokument [492.8 KB]

 

 

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